Vermittlungsinfo

Wir freuen uns, dass Sie lieber Tierfreund/In Anteil an unserer Tierschutzarbeit nehmen. Mit der Wahl einer Katze aus „zweiter Hand“ entscheiden Sie sich dafür, unseren ehrenamtlichen Tierschutz zu unterstützen. Die wichtigsten Fragen rund um die Vermittlung haben wir Ihnen im Folgenden zusammengefasst:

Unsere Katzenvermittlung läuft in folgenden Schritten ab:

  • Besichtigung der Katzen auf unserer Homepage (unsere Vermittlungstiere)
  • Zweitkatze/Einzelkatze: Hier sollte eine Vorauswahl getroffen werden, da einige Katzen bei Pflegefamilien untergebracht sind. Katzenwelpen sind nicht komplett auf der Homepage, da häufigerer Wechsel.
  • Telefonische Beratung und Terminvereinbarung zum Kennenlernen der Katze/Katzen und Beratung: 0721 561576
  • Platzkontrolle
  • Übergabe der Katze mit Abschlussgespräch und Unterzeichnung des Schutzvertrags

Leider können wir die Katzen nicht umsonst abgeben und erheben Vermittlungsgebühren (die keine Spenden darstellen). Bitte bedenken Sie, dass unsere Gebühr meist nur einen kleinen Teil der Kosten decken, die uns mit der Aufnahme der Katze entstehen.

Der Straßenverkehr steht an erster Stelle der Todesursachen bei Freilaufkatzen und ist daher unser Hauptkriterium für die Beurteilung, ob wir eine Freilaufkatze vermitteln können. Die wenigsten Katzen erkennen in einem Auto eine Gefahr – und sie gewöhnen sich auch nicht daran, wie manche meinen. Deshalb müssen wir uns bei kritischer Verkehrslage des potenziell neuen Zuhauses leider gegen eine Vermittlung entscheiden. Katzen sind freiheitsliebend und von ihrem Instinkt gesteuert. -Deshalb lassen sie sich ihren Auslauf auch nicht auf verkehrsberuhigte Tageszeiten einschränken: das Revier zu durchstreifen und zu markieren ist ihr Hauptbedürfnis.

Kriterien zur Beurteilung einer katzengerechten Umgebung:

  • Straßenverkehr: Hauptverkehrsstraßen, Nebenstraßen oder verkehrsberuhigte Straßen/Spielstraßen
  • Zugängliche, begrünte Grundstücke
  • Freilaufende (eventuell gefährliche) Hunde in nachbarschaftlichem Garten oder Hof
  • Revierbesetzung durch viele weitere Kater/Katzen in der Nachbarschaft*

* Kater oder Katze? Bei der Entscheidung für eine Freilauf-Katze sollte man unbedingt beachten, wie viele Kater/Katzen bereits in der Umgebung leben. Da ein Kater ein größeres Revier als eine Katze benötigt, werden bei einem Katzen-Neuzugang die „Würfel neu gemischt“: Verletzungen, hoher Stress und Unfallgefahr sind das Resultat, da die Kater um ihr Revier kämpfen, sich immer mehr ausweichen müssen und ihr Revier ausweiten. Da kann es schnell dazu kommen, dass eines der Tiere unter die „Räder“ kommt. Die Entscheidung für eine weibliche Katze wäre in diesem Fall die bessere.

Katzen haben in der Natur große Reviere, die sie täglich abgehen und kontrollieren. Ihre ausgeprägten Sinne, ihr Jagdinstinkt und Bewegungsbedürfnis werden in der Natur auf vielfältige und natürliche Weise angesprochen und ausgelebt. Es wird kaum gelingen, eine artgerechte Haltung in einer Wohnung zu simulieren. Aber man kann einer Katze dennoch viel Abwechslung in einer Wohnung bieten. Eine der Voraussetzungen damit sie sich auf Dauer wohlfühlt ist, dass die Wohnung groß genug und die Katze NICHT bereits an Auslauf gewöhnt ist. Die Vermittlung einer Katze in reine Wohnungshaltung, die bereits Auslauf im Freien hatte (oder den Drang dazu entwickelt), ist nicht artgerecht an – die Katze leidet darunter und wird dies durch mehr oder weniger starkes Protestverhalten quittieren.

Anforderungen für die Vermittlung einer Wohnungskatze:

  • Ausreichende Wohnungsgröße (Die ausreichende Größe einer Wohnung lässt sich nicht immer in Quadratmeter ausdrücken, da es auch vom Alter der Katze abhängig ist. Eine alte Katze (ab etwa 12 – 14 Jahren, je nach Temperament) zeigt wesentlich weniger Aktivität, da kann auch eine 2-Zimmer-Wohnung von 60-70 m² passend sein, während für jüngere Katzen mindestens drei Räume vorhanden sein sollten, daher 80 – 100 m².
  • Mindestens ein Fenster muss mit einem Katzennetz ganzflächig gesichert sein, damit die Katze Frischluft und Sonne genießen kann. Die bessere Alternative dazu ist ein Balkon, Terrasse oder Loggia, die mit einem Katzennetz gesichert ist.
  • Alle Räume sollten für die Katze zugänglich sein, damit der Wohnraum ausgeschöpft wird.
  • Urlaubsversorgung: Katzen sollten generell in ihrem gewohnten Zuhause von zuverlässigen Zweibeinern oder einem professionellen Tiersitter-Service versorgt werden, da sie in fremder Umgebung oft sehr verunsichert sind und mit „Frustreaktionen“ protestieren.

TIPP: Sollten Sie noch nie eine Katze gehabt haben und in Ihrem Bekanntenkreis auch nicht mit Katzen in direkten Kontakt gekommen sein, halten wir es für sinnvoll, vor der geplanten Katzenadoption einen Allergietest zu machen.

Weitere Informationen:

Bei der Entscheidung insbesondere für eine Freilauf-Katze sollte man unbedingt beachten, wie viele Kater/Katzen bereits in der Umgebung leben. Da ein Kater ein größeres Revier als eine Katze benötigt, werden bei einem Katzen-Neuzugang die „Würfel neu gemischt“: Verletzungen, hoher Stress und Unfallgefahr sind das Resultat, da die Kater um ihr Revier kämpfen, sich immer mehr ausweichen müssen und ihr Revier ausweiten. Da kann es schnell dazu kommen, dass eines der Tiere unter die „Räder“ kommt. Die Entscheidung für eine weibliche Katze wäre in diesem Fall die bessere.

Wir investieren mehr in die Gesundheit der Katzen, als wir durch Vermittlungsgebühren einnehmen können: dazu zählen die Tierarztkosten (z.B. für tierärztliche Untersuchung, Impfung, Entwurmung, Kastration und Kennzeichnung mit Chip/Tätowierung, Zahnsanierung) – besonders bei älteren Katzen sind die Zahnbehandlung und geriatrische Blutwerte meist ein „Muss“ um den Gesundheitszustand zu verbessern bzw. zu überprüfen. Aber auch Futter, Streu und Parasitenprophylaxe und Pflegemittel sind zu stemmen. Die Vermittlungsgebühr erheben wir nach unserer Gebührenliste. Bei sehr alten Katzen reduziert sich die Gebühr natürlich. Bitte sprechen Sie uns darauf an, wenn Sie Fragen haben.

Zu unserer Katzenvermittlung möchten wir, um Missverständnisse zu vermeiden, einen wichtigen Hinweis geben: Eine Katze kann nicht automatisch für den Interessenten reserviert werden, sobald dieser einen Termin mit uns vereinbart. Erst wenn eine Zusage des Interessenten nach dem Kennenlernen der Katze und gegebenenfalls Bedenkzeit (die wir für sehr wichtig erachten) und eine erfolgreiche Platzkontrolle erfolgte, kann die Katze reserviert werden.

Da wir aus unserer Erfahrung damit rechnen müssen, dass sich viele Interessenten auch zeitgleich in den umliegenden Tierheimen bzw. bei anderen Tierschützern nach der für sie idealen Katze umsehen und sich dann doch für eine andere Katze entscheiden, würden wir unseren Tieren viele Vermittlungschancen nehmen, wenn wir diese automatisch reservieren würden. Dies ist nicht im Sinne der Katzen, die dadurch länger auf ein neues Zuhause warten müssten.

Für Ihr Verständnis sagen wir ganz herzlichen Danke.

Schließlich wollen wir nur das Beste für alle Beteiligten.